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„The show must go on!“

27.08.2016

Der Youngster Lukas Klaus muss mit erst 21 Jahren seine Karriere beenden. Fanreport hat ihn zum Interview getroffen!

"The show must go on!"

Solche Abstöße wie hier im Bild wird dieser junge, gutaussehende Mann nicht mehr machen können. Die Rede ist von Lukas Klaus. Mit seinen Leistungen war klar, dass er zu einem der Torhüter gehören könnte, dem die Zukunft gehört. Die erste Klasse hätte eventuell ein Sprungbrett für höheres sein können. Aber daraus wird leider nichts. Nach dem 3.Kreuzbandriss sagt Klaus "Goodbye".
In dem persönlichen Interview erzählt er uns seine Verletzungsgeschichte, blickt zurück und nach vorne.



Fanreport: Mit einer Schocknachricht hast du uns überrascht. Deine Karriere ist nun endgültig vorbei. Wann war für dich klar,es geht nicht mehr weiter?

Lukas Klaus: „In dem Moment, als mir mein Arzt Dr. Andreas Mondl schweren Herzens bei der Untersuchung mitgeteilt hat, dass es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen erneuten Riss des linken vorderen Kreuzbandes handelt. Das MRT war zu diesem Zeitpunkt noch ausständig, allerdings hatte ich keinerlei Hoffnungen mehr. Beim MRT hat sich herausgestellt, dass das Kreuzband nach dem Riss sich fast vollständig aufgelöst hatte, was Dr. Mondl in vielen Jahren als Kniespezialist noch nie erlebt hat. Zudem war der mediale Meniskus etwas eingerissen. Zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass eine erneute Operation unumgänglich ist und die Fußballkarriere somit beendet ist.“

Fanreport: Wie schwer ist es dir gefallen, welche Gefühle hattest du bei dieser Entscheidung?

Klaus: „Anfangs war ich fassungslos und hoffte, dass es sich nur um einen bösen (Alb-)Traum handelt. Mit etwas Abstand und als ich es realisiert hatte, welche Schritte nun zum wiederholten Male (Reha) auf mich zukommen, traf ich in Übereinkunft mit dem Arzt diese schwere Entscheidung. Wenn man mit 21 Jahren bereits 2 derart schwere Verletzungen hinter sich hat, fängt man an, nachzudenken und etwas vorsichtiger zu werden und längerfristig auf seinen Körper zu achten.“

Fanreport: Mistelbach und Ladendorf waren deine ersten beiden Vereine. Welche Erinnerungen hast du noch an diese Zeit?

Klaus: „In Mistelbach bin ich groß geworden und habe die ersten Erfahrungen im Tor gesammelt. Wir waren eine grandiose Truppe, die leider 2006 zerfiel. Wir konnten bei österreichweiten Turnieren unser Können unter Beweis stellen und uns dementsprechend weiterentwickeln. Einige meiner damaligen Mitspieler sind heute sehr gefragte Spieler, beispielsweise Michael Steingassner, Rene Rohatsch, Kevin Habich oder auch mein damaliger Tormannkollege Günther Ziegler. In Ladendorf habe ich 2 Saisonen unter einem tollen Trainer (Franz Wegerth) spielen dürfen und auch hier war ein schlagkräftiges Mannschaftsgefüge vorhanden. Besonders hervorzuheben ist unser Goalgetter Stefan Makowsky, der einen beachtlichen Karriereweg eingeschlagen hat und nun bereits höherklassig im Einsatz ist, obwohl er gerade mal volljährig ist.“

Fanreport: Dann kam Siebenhirten und vor einem Jahr die Chance, 1.Klasse zu spielen.

Klaus: „Siebenhirten ist dann im Laufe der Zeit zu meiner zweiten Heimat geworden, sowohl sportlich als auch privat. Dort hab ich im ersten Spiel gleich mein erstes Tor nach einem 80-Meter-Abschlag erzielt. Wir waren eine sehr homogene Truppe, wo jeder für den anderen alles in die Waagschale worf, leider war es uns aber nie vergönnt, am Meisterteller zu schnuppern. Im Frühjahr 2015 kam dann das Angebot aus der 1. Klasse Nord vom SC Poysdorf. Ich musste nicht lange überlegen und stimmte dem Transfer zu. Nach nur wenigen Trainings passierte dann jedoch bei einem Hobbyturnier mit meiner neuen Mannschaft der 1. Kreuzbandriss.“

Fanreport: Warst du die ganze Zeit im Tor oder hast du andere Positionen auch gespielt?

Klaus: „Ich habe 15 Jahre lang, mit Ausnahme von einem Kurzeinsatz als Stürmer in Siebenhirten, das Tor gehütet und die gegnerischen Stürmer reihenweise zur Verzweiflung gebracht ;)“

Fanreport: Wenn du dich in 3 Worten beschreiben müsstest,…

Klaus: „Kämpfer, Ehrgeizler & Stehaufmandl“

Fanreport: Deine Stärken und Schwächen?

Klaus: „Stärken: 1 gegen 1, Reaktionsschnelligkeit, Mitspielen und meine Schwäche: Flanken“

Fanreport: Blicken wir mal nach vorne: Hast du schon neue Ziele als inaktiver vor Augen?

Klaus: „Derzeit steht nebenberuflich meine Ausbildung zum Fitnesstrainer im Vordergrund, da ich auch selbst den Fitnesslifestyle seit 3 Jahren lebe und dieser mir das fußballerische Karriereende zumindest ein wenig vereinfacht. In Zukunft müssen also keine Gegner mehr dran glauben, sondern ausschließlich mein eigener Körper (lacht)“

Fanreport: Wäre ein Trainerjob, egal ob Torwart oder Co- bzw. Cheftrainer, für dich vorstellbar?

Klaus: „Zum derzeitigen Zeitpunkt ist in dieser Hinsicht nichts geplant, doch man kann nie wissen, wohin es mich in den nächsten Jahren verschlägt. Ausschließen möchte ich nichts, da es für mich durchaus denkbar wäre, solch einen Posten in ferner Zukunft zu bekleiden.“

Fanreport: Deine Botschaft an die Fans?

Klaus: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich auf diesem Weg begleitet haben. Es war ein schöner Lebensabschnitt, der nun zu Ende ist. Doch ein altes Sprichwort besagt: "Schließt sich eine Türe, öffnet sich eine andere." Und da ich von jeher ein Kämpfer bin, lasse ich mich von diesem Schicksalsschlag nicht unterkriegen. The show must go on“ (grinst)


Wir bedanken uns recht herzlich bei Lukas Klaus für dieses sehr ausführliche Interview und wünschen ihm auf diesem Weg alles Gute für seine weitere Zukunft!

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