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SK Schwadorf 1936

Niederlage in Mistelbach

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News

08.04.2012

Niederlage in Mistelbach

Die Mehrheit der Leserschaft wird sich erinnern: 26. Mai 1999, Champions League-Finale, Camp Nou in Barcelona. Der FC Bayern sieht bis kurz vor dem Ende mit der 1:0-Führung durch Basler in der sechsten Minute via Freistoß wie der sichere Sieger aus. Am Ende jubeln die Engländer, die das Spiel in der Nachspielzeit drehen. Was das mit fanreport.com, der 1. Landesliga und gar mit Mistelbach und Schwadorf zu tun hat? Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen, aber nun der Reihe nach:

Bereits während der Woche hatte es in Mistelbach einen weiteren "Knalleffekt" gegeben, die Spieler Pötzl und Huber wurden suspendiert, Trainer Wolfgang Prochaska verwies fanreport.com in dieser Sache an Obmann Manfred Reiskopf mit dem Zusatz: "Wir wollen nur Spieler, die sich absolut mit dem Verein identifizieren!" So griff der "Bulle" in den Reserve-Talon und holte Grabovac und Dizdarevic in den Kader, der zuletzt angeschlagene Rafael Pollack zurück in der Startformation. In der Kabine des Weinviertler Schlusslichts präsentierte Coach Prochaska seinen Mannen vor dem Spiel den neuen FCM-Leitspruch: "Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt!" – der sollte 107 Minuten später dann auch gemacht worden sein.

Begonnen hat es aber wieder einmal FCM-typisch: Nach nur zehn Minuten hieß es Elfmeter für den SK Schwadorf! Santner tritt an, Goalie Dominkovics entscheidet sich nicht nur für die richtige Ecke, sondern kann den Ball bärenstark an die Stange lenken, von wo er zwar zuerst auf den Rücken des Keepers, dann aber nicht ins Tor, sondern ins Torout fällt.

Ich habe meinen Spielern in der Pause gesagt, dass wenn wir ein Spiel gewinnen, dann dieses!

Wolfgang Prochaska mit Kabinendetails

Die erste Riesenmöglichkeit des SKS somit abgewendet, der FCM auch wieder einmal im Glück (10.), Dominkovics hält seine Farben im Spiel. Die Kernal-Elf aber weiter am Drücker und die bessere Mannschaft, man lässt keine Zweifel aufkommen, dass man sich weiter vom Tabellenkeller absetzen will, zu einem zählbaren Ereignis in Halbzeit Eins reicht es allerdings vor der Pause nicht mehr.

In die zweite Hälfte starten dann die Mistelbacher besser, verzeichnen bald zwei wirklich gute Möglichkeiten, zum Torerfolg will es aber (noch) nicht reichen.

Wir haben es verabsäumt, zwingend zu sein, wir haben das Spiel trotzdem kontrolliert, bis zur berühmten 88. Minute.

Markus Kernal

In weiterer Folge Schwadorf nicht mehr so dominant wie im ersten Durchgang, aber weiter kompakt und kontrolliert, man lässt nur wenig zu, schafft es aber auch nicht, selbst wirklich gefährlich vor das Dominkovics-Gehäuse zu kommen, nach einem weiten Ball in den Sechzehner des FCM sieht Referee Weickmann ein Schmoldas-Handspiel, er deutet abermals auf den Elfmeterpunkt. Diesmal übernimmt Johann Pany die Verantwortung und trifft auch zum 1:0 (64.) für die Gäste. In der folgenden Phase das Spiel ausgeglichen, die Schwadorfer verwalten das Ergebnis, vom FC Mistelbach kommt wenig Gefährliches, dafür umso mehr Engagement. Angetrieben durch den unermüdlichen Kapitän des FCM, Edin Kesinovic, ändert dies aber lange nichts am 0:1-Rückstand. Alles rechnet schon mit der "obligatorischen" Niederlage des FCM, zahlreiche Besucher haben das Stadion schon verlassen, um es im Nachhinein zu bereuen. Nach angeblichem Handspiel gibt es noch Freistoß für Mistelbach in der Hälfte der Schwadorfer. Die Ausführung der Standardsituation bekommen die Schwadorfer nicht aus dem Strafraum, im Getümmel ist es ausgerechnet Grabovac, der ins leere Tor einschiebt und seinen ersten Landesliga-Treffer bejubelt – nicht alleine versteht sich (88.)! Die Schwadorfer am Kopfschütteln und geschockt, Mistelbach außer sich und man merkt jetzt, dass die Prochaska-Elf noch den Sieg will. Boris Bokalic dann folglich der Mann, der sich für die unfassbare Last-Minute-Wendung dieses Spiels verantwortlich zeichnet, jener Spieler, der einen auf Ole Gunnar Solskjaer macht. Der FCM-Mittelfeldmotor geht mit dem Leder ein paar Meter, sieht den etwas vor dem Tor stehenden Schwarz und zieht von fast 25 Metern mit der Innenseite ab – Kreuzeck, Tor, 2:1 (92.).

Was für ein Spiel, was für ein bitteres Ende für die Gäste, was für ein positiver Schub für das Schlusslicht. Und wie heißt es so schön: "Totgeglaubte leben länger!" – nächste Woche geht’s für den FC Mistelbach zum nächsten Endspiel nach Retz.

Fazit: Der FCM kann es ja doch noch! Mit einer aufopferungsvollen Leistung nutzt die Prochaska die Spielzeit bis aufs Letzte aus, um als Sieger vom Platz zu gehen. Schwadorf nach starker ersten Halbzeit kann den Sack nicht zu machen und gibt den Dreier aus der Hand.

Die Besten: Dominkovics, Kesinovic, Marusa, Bokalic, Grabovac – Schwarz Moritz

Wolfgang Prochaska, Trainer FC Mistelbach: "Ich muss den Burschen gratulieren, sie haben bis zum Schluss alles gegeben und sich belohnt! Dominkovics hat uns mit dem gehaltenen Elfmeter im Spiel gehalten, da muss man eh in die Kirche gehen und ein paar Kerzerl anzünden. Die Mannschaft ist keine Söldnertruppe, sie ist diese Woche noch enger zusammengerückt, ich glaube an sie, es sind noch 27 Punkte zu vergeben, vielleicht können wir das Unmögliche möglich machen. Wenn wir es nicht schaffen muss man auch ganz ehrlich sagen, dass die Fehler schon im Vorhinein passiert sind. Ich bin heute richtig stolz auf die Buam!"
Markus Kernal, Trainer SK Schwadorf: "(auf die Anspielung des CL-Finales): Dann kann man sich vorstellen wie es mir geht, ähnlich wie Othmar Hitzfeld wahrscheinlich. Ich weiß nicht was sich in den Köpfen der Spieler nach dem 1:1 abgespielt hat. Eines von 100 Spielen hat so ein Schreckensszenario in sich, heute hat es uns erwischt. Wenn wir den ersten Elfer machen, gewinnen wir vielleicht 3:0. Wir haben in der ersten Halbzeit dominiert, auch in der zweiten hatten wir das Spiel noch unter Kontrolle, bis zur berühmten 88. Minute. War so, ist so – wir machen weiter!" 

Quelle: www.fanreport.com  

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